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Sternstunden, Frau Luna und "Ein Sommernachtraum"

Neue Spielzeit am Landestheater Schwaben vorgestellt

veröffentlicht am 20.05.2026
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Intendantin Sarah Kohrs (re.) mit dem künftigen Haus-Regisseur Michael Stacheder und der Leiterin des Jungen Landestheaters Claudia Hoyer. Foto: Arno Stallmann

Memmingen (dl/as) Mit großen Visionen, starken Geschichten und einem Hauch von Sternenstaub startet das Landestheater Schwaben in die neue Spielzeit 2026/27. Unter dem Motto „Zu den Sternen“ erwartet das Publikum ab dem 19. September ein Spielplan voller Zukunftsfragen, Fantasie, Hoffnung und Abenteuerlust.

Die Spielzeit 2026/27 am Landestheater Schwaben steht unter dem Motto „Zu den Sternen“ – und genau dorthin führt das Theater sein Publikum ab dem 19. September: zu großen Visionen, mutigen Ideen, fantastischen Welten und den Hoffnungen, die Menschen seit jeher mit dem Blick in den Nachthimmel verbinden.

Intendantin Sarah Kohrs stellte gemeinsam mit Claudia Hoyer, Leiterin des Jungen Landestheaters, und dem künftigen Hausregisseur Michael Stacheder einen Spielplan vor, der sich mit Zukunftsfragen, wissenschaftlichem Fortschritt und menschlicher Sehnsucht beschäftigt. „Wir alle haben neben einem Wirklichkeits- auch einen Möglichkeitssinn“, sagt Sarah Kohrs. So wie wir Sterne sehen, die längst vergangen sind, könne Theater Welten sichtbar machen, die erst noch entstehen.

Macht und Machbarkeit

Passend zum Spielzeitmotto hebt das Landestheater musikalisch ab: In der Operettenreise „Frau Luna“ geht es gleich dreizehn Mal auf den Mond. Doch die neue Saison blickt nicht nur träumerisch in den Himmel, sondern auch kritisch auf unsere Gegenwart und Zukunft. Bertolt Brechts „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ zeigt eindringlich die Gefahren von Machtmissbrauch und gesellschaftlicher Gleichgültigkeit. In „Schwarze Schwäne“ wiederum steht die Pflege von Eltern in Zeiten künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt.

„Der Zukunft gehört das Heute“

Große Klassiker treffen auf visionäre Stoffe: Im Großen Haus ist Goethes „Faust“ in der Regie von Sarah Kohrs zu erleben. Michael Stacheder bringt unter anderem eine Bühnenfassung der Science-Fiction-Novelle „Der Zukunft gehört das Heute“ auf die Bühne – eine Zukunftsvision, in der Lebenszeit zur kostbaren Ware geworden ist. Ganz andere Turbulenzen entstehen in der Boulevardkomödie „Doppelt leben hält besser“: Ein Taxifahrer jongliert mit zwei Ehefrauen, zwei Wohnungen und immer neuen Ausreden, bis nach einem Verkehrsunfall alles aufzufliegen droht.

„Die Zeitmaschine“

Auf der Studiobühne in Memmingen und in der Region stehen außerdem die Tragikomödie „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ sowie H. G. Wells’ Science-Fiction-Klassiker „Die Zeitmaschine“ auf dem Spielplan. Während in „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ eine ältere Dame und ihr Tanzlehrer vorsichtig umeinander kreisen und sich langsam ihre Geheimnisse offenbaren, reist „Die Zeitmaschine“ in eine ferne Zukunft, in der die Menschheit kaum noch als solche erkennbar ist. Für diese Produktion arbeitet das Landestheater mit der Bayerischen Theaterakademie August Everding zusammen.

80er Jahre-Pop und Neue Deutsche Welle

Auch ungewöhnliche Perspektiven finden ihren Platz im neuen Programm: Im Kaminwerk wird das Monologstück „Ich, Akira“ gezeigt, erzählt aus Sicht des Hundes des prominenten Kochs und Verschwörungsideologen Attila Hildmann. Auf der Foyerbühne lädt die musikalische Produktion „Ich seh’ den Sternenhimmel“ zu einer Reise durch den interplanetaren Pop der 80er Jahre und der Neuen Deutschen Welle ein.

„Zwei Schritte bis zu den Sternen“

Das Junge Landestheater widmet sich ebenfalls den großen Fragen nach Freiheit, Sehnsucht und Zukunft. In „Morgen Alaska“ steht das Leben des Aussteigers Chris McCandless im Mittelpunkt, dessen Geschichte vielen aus „Into the Wild“ bekannt ist. „Zwei Schritte bis zu den Sternen“ erzählt als Kinder-Roadmovie von Aufbruch und Hoffnung, während „Titus“ als lebensbejahender Monolog vom Scheitern und Weitermachen handelt.

Darüber hinaus werden die erfolgreichen Produktionen „Else (ohne Fräulein)“, „Flusspferde“ und „Wutschweiger“ wiederaufgenommen.

„Eine Woche voller Samstage“

Für die ganze Familie bringen Landestheater und Junges Landestheater gemeinsam Paul Maars beliebten Klassiker „Eine Woche voller Samstage“ auf die Bühne. Mit dem Sams zieht ein anarchisches Fantasiewesen ins Theater ein, das Wünsche erfüllt und den Alltag gehörig durcheinanderwirbelt.

„Ein Sommernachtstraum“

Ein ganz besonderer Höhepunkt erwartet das Publikum schließlich am Ende der Spielzeit: Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ wird in der Regie von Sarah Kohrs als Open-Air-Produktion auf der Grimmelschanze in Memmingen aufgeführt. Unter freiem Himmel entfaltet sich Shakespeares magische Welt aus Liebe, Irrtum, Elfenzauber und nächtlicher Fantasie. Zwischen Sommerabend und Sternenhimmel verspricht diese Inszenierung ein außergewöhnliches Theatererlebnis zu werden – poetisch, verspielt und atmosphärisch zugleich.

Eröffnet wird die Saison mit dem Theaterfest am 19. September. Das Landestheater Schwaben lädt sein Publikum ein, gemeinsam zu den Sternen aufzubrechen.

Der Vorverkauf für die neue Spielzeit beginnt am 1. Juli. Alle Infos gibt es unter Landestheater Schwaben