Eindrucksvoll zurückgemeldet: Indians schlagen Peißenberg mit 5:1

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Alexander Krafczyk (weißes Trikot) fälscht  den Schuß von Marc Stotz zum 1:0 ins Nezt ab – der Puck kullert ganz rechts über die Linie. Fotos: Roland Schraut

Memmingen (rad). Die Memminger Indians haben dem Druck standgehalten und sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Gegen den TSV Peißenberg gewann der ECDC Memminger vor über 1.000 Fans dank einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Hälfte der Spielzeit verdient mit 5:1 (1:1/3:0/1:0).

Die Indians waren gefordert, nach zuletzt vier Spielen ohne “Dreier” sollte gegen Peißenberg wieder in die Erfolgsspur gefunden werden. Mit dem Memminger Eishockey-Urgestein Werner Tenschert als Co-Trainer an der Bande, dafür ohne denb verletzten Jordan Baker und die erkrankten Martin Niemz und Markus Kerber. Der Tabellendritte aus Peißenberg kam immerhin mit der Empfehlung eines 10:1 ((!) Auswärtssieges in Landsberg am vergangenen Freitag.

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Eigentlich ist Patrick Zimmermann ein sicherer Penaltyschütze – hier scheitert er aber an Peißenbergs Keeper Resch und am Aussennetz

Dennoch, die Anfangsphase gehörte den Indians, die drückten die Gäste in den ersten Minuten gewaltig ins eigene Drittel. Mit Erfolg, nach vier Minuten nutzten die Memminger ihr erstes Überzahlspiel durch Alex Krafczyk zur Führung. Nun waren die Oberbayern an der Reihe, die machten nun ihrerseits mächtig Druck. Insbesondere, als der Memminger Hoffmann die Strafbank drückte. Memmingen überstand diese Phase, aber Peißenberg agierte weiter offensiv. Aber mit Schwächen im Abschluß. Dann ergatterte sich Patrick Zimmermann den Puck, konnte nur durch ein Foul gebremst werden und erhielt einen Penalty zugesprochen – aber der Memminger schoß ans Aussennetz. Nach der ersten Pause zeigten beide Teams zunächst nur sehr mäßiges Eishockey, vor den Toren passierte nicht viel Aufregendes. Bis zur 31. Minute, da lag der Puck wieder im Peißenberger Kasten: wieder war’s ein Memminger Überzahlspiel, diesmal traf Stefan Rott zum 2:1. Können die Memminger nun ihren dadurch gewonnen Schwung nutzen? Zumindest setzen sie nun besser nach und gewinnen mehr Zweikämpfe. Mit Erfolg, nach 37 Minuten und einem erkämpften Puck hinter dem Tor war erneut Krafczyk erfolgreich. Memmingen scheint sich in die Partie “gebissen” zu haben… umso mehr, als zwei Minuten später Patrick Zimmermann den vierten Treffer markierte. War das schon die Vorenscheidung?

Peißenberg stand nun unter Zugzwang, benötigte einen schnellen Anschlußtreffer. Aber  die Memminger halten dagegen und ihren Gegner damit in Schach. In der nun auch deutlich besseren Partie haben die Einheimischen die besseren Möglichkeiten. Und machen in der 48. Minute wohl endgültig den “Sack zu”. Erneut mit einem Mann mehr auf dem Eis erhöht Martin Hoffmann zum 5:1 Endstand. Und zum verdienten und immens wichtigen Sieg nach den letzten, durchaus heiklen Wochen.

ECDC Memmingen: Reichelmeir (Becker) – Hoffmann, Stotz, Tenschert, Neumann, S. Schirrmacher, Feldmeier, Anwander, Jainz (C) – Pertl, Arnold, Pfalzer, Rott, Schweiger, Miettinen, P. Zimmermann, D. Zimmermann, Krafczyk.

TSV Peißenberg: Resch (Fe. Barth) – Stögbauer, Bauer, Weiß, Pfaff, Singer, Lenz – Stoberl, Weindl, Bohrer, Fl. Barth (C), Hörndl, Stowasser, Andrä, Malzatzki, Estermaier, Feistle, Müller, Birkner.

Tore: 1:0 (4.) Krafczyk (Stotz/Rott; 5-4), 1:1 (20.) Bohrer (Fl. Barth), 2:1 (31.) Rott (Tenschert/Jainz; 5-4), 3:1 (37.) Krafczyk (P. Zimmermann/Rott), 4:1 (39.) P. Zimmermann (Krafczyk), 5:1 (48.) Hoffmann (Pertl/Miettinen; 5-4)

Strafminuten: Memmingen 10 – Peißenberg 12 + 10 Minuten gegen Pfaff (Check gegen Kopf)

Schiedsrichter: Sperl (Ingolstadt) – Zuschauer: 1.031

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Veränderung beginnt im Herzen: Memminger Clowns aus Peru zurück

Veränderung beginnt im Herzen: Memminger Clowns aus Peru zurück

“Wir konnten den Menschen noch viel mehr geben, als wir es uns im Vorfeld ausgemalt hatten” – die Memminger Schwestern Karin und Martina Zelt engagierten sich in einem Slum in Peru. Foto: privat

Memmingen (dl). Im August dieses Jahres machten sich die Memminger Schwestern Karin und Martina Zelt auf den Weg nach Peru, um als Clowns an einem sozialen Projekt der besonderen Art teilzunehmen. Zwei Wochen lang engagierten sie sich im Slum namens „Belen“ mitten im Amazonasgebiet. Das Ziel: Mit Liebe und der roten Nase eine gesellschaftliche Veränderung bewirken.

Dank wertvoller finanzieller Unterstützung konnten Flug- und Aufenthaltskosten größtenteils gedeckt werden. Die Erfahrungen vor Ort möchten die Schwestern in einem Vortrag am 7. November, 19.30 Uhr, im Maximilian-Kolbe-Haus mit allen Interessierten teilen.

 Was können Clowns an einem solchen Ort voll Armut, Not und Elend ausrichten? Ausgestattet mit Humor, Unbeschwertheit, Verständnis, Umarmungen, Bildungs- und Gesundheitsangeboten ging es in den Begegnungen vor allem Dingen um eines: Den Menschen Hoffnung zu bringen. Dies ist insbesondere für die oft vernachlässigten Kinder, Mädchen und Frauen des notleidenden Viertels eine außergewöhnliche Erfahrung, die Spuren hinterlässt.

“Das Lächeln der Kinder bleibt uns im Herzen”

„Rückblickend können wir guten Gewissen sagen, dass sich alle Mühe, Zeit und alle Gedanken doppelt und dreifach gelohnt haben. Wir konnten den Menschen noch viel mehr geben, als wir uns das im Vorfeld ausgemalt hatten. Und das Lächeln der Kinder bleibt uns im Herzen“, erzählt Clownin Martina, noch immer bewegt.

“Doch, dass wir überhaupt nach Belen reisen konnten, ist allein unseren vielfältigen Unterstützern zu Hause zu verdanken. Wir sind noch immer sprachlos über all die großen und kleinen Gesten, Gedanken, das Vertrauen und die finanzielle Hilfe, durch die das Projekt  erst möglich wurde. Da bleibt nur zu sagen: Danke, danke, danke!”, sind sich Karin und Martina einig.

 Der Vortrag am 7. November soll einen Einblick in das Projekt und die persönlichen Erlebnisse der beiden Schwestern ermöglichen. Was wurde erreicht? Wie konnten die Clowns helfen? Wie sind die Bedingungen der Menschen vor Ort? Wie kann man sich einen Tag in Belen vorstellen? Und kann die rote Nase tatsächlich einen Unterschied machen? Antworten auf diese und weitere Fragen, Fotos und Videomaterial, die Möglichkeit für Fragen und ein offenes Gespräch steht dabei auf der Tagesordnung.

Mehr Informationen – zum Projekt und zum Vortrag gibt es auf der Projekt-Homepage www.clowns-schenken-hoffnung.de.

Fragen beantworten karin.zelt@gmail.com bzw. martina.zelt@gmx.de , auch unter Telefon 0176 – 84 11 38 23.

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Heikle Phase – Indians stehen heute gegen Peißenberg unter Zugzwang

Werner Tenschert.

Steht als Co-Trainer wieder an der Indians-Bande: Werner Tenschert. Archivfoto DL

Memmingen (dl/rad). Der Motor des Eishockey-Bayernligisten ECDC Memmingen ist zuletzt etwas ins Stottern gekommen. Nun steht den Indians so etwas wie ein „Wochenende der Wahrheit“ bevor. Heute geht es um 20 Uhr am Hühnberg gegen den TSV Peißenberg, am Sonntag wartet der Tabellenführer EHC Waldkraiburg.

Nach dem mageren Wochenende mit nur einem Zähler und insgesamt nur drei von 12 möglichen Punkten aus den letzten vier Partien befinden sich die Indians zwar noch nicht in einer Krise, aber zumindest in einer heiklen Phase. Der überraschende Rücktritt von Trainer Jogi Koch scheint doch seine Spuren hinterlassen zu haben – nun soll mit Unterstützung von Werner Tenschert, der als Co-Trainer neben Interims-Coach Doug
Kacharvich fungiert, die Kurve gekriegt werden.

Ein Sieg gegen den TSV Peißenberg wäre dabei mehr als hilfreich. Aber die erste Aufgabe am Freitagabend wird knifflig –Peißenberg kam bestens aus den Startlöchern und schwebt mit dem momentanen dritten Tabellenplatz auf einer Euphoriewelle.

Noch höher werden die `Trauben respektive die Punkte am Sonntag um 17.15 Uhr beim EHC Waldkraiburg hängen. Die Ostbayern haben bislang erst einen Zähler abgegeben, den aber ausgerechnet beim Aussenseiter Germering (3:2-Sieg nach Penaltyschießen). In den anderen fünf Partien holten sich die Waldkraiburger zwar jeweils alle drei Punkte, der höchste Sieg fiel jedoch nur mit zwei Toren Unterschied aus.

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„Macht euch auf den Weg!“ – Kultusstaatssekretär Sibler ermuntert Memmingen zur Teilnahme am Hochschulwettbewerb

Michael Heinrich, Marianum Buxheim, Dr. Otto Schmid, Rupert-Ness Gymnasium Ottobeuren, MdL Klaus Holetschek, OStD Meinrad Stöhr, Johann Bierwirth-Schule, STS Bernd Bernd Sibler, OStD Burkhard Arnold, Vöhlin Gymnasium und Dr. Thomas Wolf, Strigel Gymnasium (von links). Foto: as

Michael Heinrich, Marianum Buxheim, Dr. Otto Schmid, Rupert-Ness Gymnasium Ottobeuren, MdL Klaus Holetschek, OStD Meinrad Stöhr, Johann Bierwirth-Schule, STS Bernd Bernd Sibler, OStD Burkhard Arnold, Vöhlin Gymnasium und Dr. Thomas Wolf, Strigel Gymnasium (von links). Fotos: as

Memmingen (as). Staatssekretär Bernd Sibler vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst  hat die Stadt Memmingen ermuntert, sich am Wettbewerb des Freistaates “Partnerschaft Hochschule und Region” um eine Hochschul-Außenstelle zu bewerben. Ziel und Zweck des Ausschreibens, das sich an die bayerischen Kommunen richtet, ist es, ein wohnortnahes und auch berufsbegleitendes Studieren zu ermöglichen.

“Wir müssen stärker in die Fläche gehen und so neue Potentiale an Studierenden erschließen”, erklärte der Minister das Ziel der Initiative des Freistaates. Beruflich Qualifizierten soll durch die “extramuralen Lernorte” der Zugang zum dualen Studium geebnet werden. “Eine Hochschule sollte im Umkreis von 50 km erreichbar sein”, so Sibler, der sich auf Einladung des CSU-Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek mit Direktoren Memminger Gymnasien und dem Leiter der Johann-Bierwirth-Schule im Rahmen seines Besuches der Musikschultage im Engelskeller traf.

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Kultusstaatssekretär Bernd Sibler und Landtagsabgeordneter Klaus Holetschek beim Pressegespräch im Engelskeller.

Auf die Bedürfnisse der Region ausgerichtet

Nachfrageorientiert und auf die Bedürfnisse der Region ausgerichtet sollen die neuen, grundständigen Studiengänge sein, die das vorhandene Angebot der Hochschulen für angewandte Wissenschaften nicht ersetzen, sondern ergänzen werden. Mit dem wohnortnahen Studienangebot soll zudem die Entwicklung in der Region angekurbelt werden.

Drei bis fünf Städte sollen den Zuschlag bekommen. Chancen haben didaktisch innovative Konzepte mit Vorbildcharakter, Best Practice-Modelle. Wichtig ist auch der Aspekt der Interdisziplinarität.

“Die Ausrichtung nach Kempten ist sehr klug«

Doch ohne einen Hochschulpartner geht‘s nicht. Für Memmingen wäre die Einrichtung einer Außenstelle der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten  sinnvoll und vorstellbar – was der Minister begrüßte: “Die Ausrichtung nach Kempten ist sehr klug«, lobte Sibler. Ein Vorgespräch mit Hochschulpräsident Professor Robert Schmidt in Kempten stehe in der kommenden Woche an, teile Klaus Holetschek mit, der seinen vollen Einsatz für das Projekt ankündigte.

“Es geht nicht darum, Studiengänge von Kempten abzuziehen, sondern etwas Neues mit Mehrwert zu schaffen”, bestätigte Holetschek die Aussage Siblers, dass die neu einzurichtende Hochschul-Außenstelle nicht in Konkurrenz zu bestehenden Angeboten treten treten dürfe. Ziel der Initiative sei vielmehr, neue Potenziale an Studierenden zu erschließen. Für Nordbayern habe man bereits 30 kleine Standorte auf den Weg gebracht, berichtete Sibler.

“Digitale Lernorte in der Region”

Der zweite Wettbewerbsteil, “Digitale Lernorte in der Region”, hat die Entwicklung regional gestützter Online-Studienangebote zum Ziel. Im Gegensatz zu bisherigen Modellen sollen diese den Austausch von Studierenden untereinander und mit den Dozenten ermöglichen, um die Nachteile im Vergleich zum Präsenzstudium abzubauen.

Es geht dabei aber nicht nur darum, die räumliche Distanz zu überwinden: Die digitale Ausrichtung erlaubt Studierenden, das Lerntempo und die Lernstrukturen an ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen.

“Memmingen ein starker Elektro- und Metallstandort”

Auf die Frage, welche Studiengänge sich für die Region anbieten würden, erinnerte der Direktor der Johann-Bierwirth-Berufsschule Meinrad Stöhr daran, dass Memmingen ein “starker Elektro und Metallstandort” sei. Stöhr erläuterte in diesem Zusammenhang auch sein Anliegeneine Fachschule für Elektrotechnik in Memmingen aufzubauen.

Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge ist der 15. März 2015. Die Sieger sollen im nächsten Frühjahr bekannt gegeben werden. “Memmingen hat gute Karten, wenn man sich einig ist und auch die Wirtschaft mitzieht”, erklärte Sibler. Auch die IHK soll mit ins Boot geholt werden. “Es muss sich jetzt etwas bewegen, sonst ist der Zug für längere Zeit abgefahren”, mahnte Holetschek – unterstützt von Sibler:  “Macht euch auf den Weg!”

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Arbeitsmarkt: spürbarer Aufschwung zum Herbstanfang – regional wie bundesweit

ArbAgenturMemmingen/Kempten (dl/rad). Der Start in den Herbst hat auch den Arbeitsmarkt in der Region wieder beflügelt. Mit 2,4 Prozent liegt die Quote im Wirtschaftsraum Memmingen um 0,3 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vormonats. Der Landkreis Unterallgäu belegt mit 2,0 Prozent sogar den viertbesten Platz in Deutschland. Die bundesweite Quote hat sich um 0,2 Punkte auf nun 6,3 Prozent verbessert.

Für den Wirtschaftsraum Memmingen bedeutet der Wert von 2,4 Prozent auch den besten Wert des laufenden Jahres. Aktuell waren bei den Vermittlern der Agentur für Arbeit und in den Jobcentern 1.499 Menschen arbeitslos gemeldet, 184 weniger als im September. Die Nachfrage nach Arbeitskräften blieb weiter lebhaft. Arbeitgeber stellten insgesamt 880 Stellenangebote aus der Region zur Besetzung zur Verfügung.

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Grafik: Agentur für Arbeit

„Im Oktober hat sich unser regionaler Arbeitsmarkt wieder gefestigt. Vor allem für jüngere Menschen endete die Zeit der Arbeitslosigkeit“, sagt Horst Holas, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. Auffällig war insbesondere der Rückgang bei Jüngeren bis zu 25 Jahren. Im Vergleich zum September waren aus dieser Altersgruppe 127 Kräfte weniger arbeitslos. Viele von ihnen besuchen ab Herbst eine weiterführende Schule, beginnen ein Studium oder starten in eine Beschäftigung bei einem neuen Arbeitgeber.

Insgesamt waren aktuell 1.499 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, so wenige wie in keinem anderen Monat dieses Jahres.

Auch im Oktober blieb das Stellenangebot weiter hoch. Betriebe stellten 251 neue Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung, 26 mehr als im September.

Mit mehr als 50 Beschäftigungsmöglichkeiten bildeten Tätigkeiten rund um den Werkstoff Metall ein Schwergewicht. Im Logistiksektor gab es 20 zusätzliche Jobs für Lagerfachkräfte. Aber auch eine tiermedizinische Fachangestellte, ein Laborant und ein einige Kräfte für Tätigkeiten in Büro und Sekretariat wurden gesucht.

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