Erster Heimsieg: FCM schlägt Seligenporten mit 2:1

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Michael Geldhauser war mit seinen beiden Treffern der Matchwinner beim ersten FCM-Heimsieg in dieser Saison. Foto: Radeck

Memmingen (rad). Der FC Memmingen hat seinen ersten Heimsieg der Saison gefeiert. Gegen den SV Seligenporten gab’s einen hochverdienten 2:1 (2:1) Sieg, einen höheren Erfolg verbaute sich der FCM selbst, weil er zahllose beste Möglichkeiten vergab.

Die Vorgabe war klar, gegen die Oberpfälzer sollte unbedingt der erste Heimsieg her. Der wurde unter der Woche gegen Illertissen trotz einer starken Leistung verpaßt. Aber auch die Gäste konnten gegen denselben Gegner trotz einer knappen Niederlage überzeugen, “auf die leichte Schulter nehmen” ist tabu. Der FCM beginnt bis auf Michael Geldhauser – er rückt für Michael Wende in die Startelf – wie gegen Illertissen. Es fehlen der erkrankte Raffael Friedrich sowie letztmals der gesperrte Matthias.

Memmingen begann forsch und kam schon in der Anfangsphase gegen die keineswegs sattelfeste Gästedeckung Möglichkeiten. Der Anfangsdruck wurde belohnt: Einen Eckball von Bobo Mayer drückt der erstmals von Beginn an spielende Michael Geldhauser nach vier Minuten zum 1:0 über die Linie. Seligenporten antwortet mit ein wenig Druck und läuft in Memminger Konter – aber Sebastian Bonfert verpaßt (9.). Ebenso der sehr einsatzfreudige Geldhauser, der nach 14 Minuten toll nachsetzt, aber am Gäste-Keeper scheitert. Danach neutralisierten sich beide Teams – erst nach 27 Minuten gab’s wieder Torgefahr. Diesmal war’s ein Kopfball von Seligenportens Bauer in die Arme von FCM-Keeper Martin Gruber. Im Gegenzug hätt’s Elfer geben müssen, als Geldhauser klar gelegt wurde, aber der Pfiff blieb aus. Zwei Minuten später dann der Ausgleich, im Nachschuß traf Schaab. Memmingen zeigt sich wenig beeindruckt – Mayer zwingt Brunnhübner zu einer Glanzparade (32). Dann war wieder Geldhauser an der Reihe, nach einem Zuckerpaß von Stefan Heger geht er am Torhüter vorbei und bringt seine Farben in der 38. Minute wieder in Führung. Der FCM nun ganz klar am Drücker, aber das Team läßt gegen die unsischere Gäste-Abwehr zu viele gute Möglichkeiten aus. Wie in der 44. Minute, als Geldhauser um Haaresbreite – nach einer Eisenmann-Flanke – am 3:1 vorbeischrammt.

Gleich nach dem Wechsel eine Schrecksekunde für den FCM, als ein Versuch von Richter knapp am Tor vorbeistreicht (47.). Das können die Memminger auch, Eisenmann legt für Geldhauser auf – ebenfalls knapp vorbei (48.). “Chancen ohne Ende” für den FCM, wie in der 55. Minute, aber Mayer übersieht den freien Mitspieler und verzieht. Pech auch für Branko Nikolic, seinen 18-Meter-Schuß lenkt der Torwart an den Pfosten (63.). Der FCM hat (und versiebt) Möglichkeiten “für drei Spiele” – Meichelböck legt für Mayer auf, der Torhüter klärt (65.). Die Partie bleibt offen, weil der FCM den dritten Treffer nicht setzt. Der eingewechselte Michael Wende hat den Matchball auf dem Fuß – aber auch er trifft nicht (87.). So bleibt’s bis in die dritte Nachspielminute spannend und der Unparteiische abpfeift.

FC Memmingen 07: Gruber – Nikolic, Rupp, Schmeiser (35. Ernemann), Meichelböck – Hoffmann, Bonfert, Heger, Eisenmann (82. S. Friedrich) – Mayer – Geldhauser (73. Wende).

SV Seligenporten: Brunnhübner – Neziri (46. König), Röder (83. Ayoglu), Räder, Schaab, Scherer, Schäf, Bauer, Richter (69. Hobsch), Schwesinger, Christ.

Tore: 1:0 (4.) Geldhauser, 1:1 (29.) Schaab, 2:1 (38.) Geldhauser

Schiedsrichter: Riepl (Altenerding) - Zuschauer: 673

 

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“Tour de Fair” macht “Halt” in Memmingen

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Memmingens Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger (hinten Mitte) empfing die Radfahrer der “Tour de Fair” am Marktplatz. Rechts neben ihm die Bezirks- und Stadträtin sowie Sprecherin der Lokalen Agenda 21, Petra Beer. Foto: Häfele/Pressestelle Stadt Memmingen

Memmingen (dl). Die “Tour de Fair” ist wieder on Tour und hat auch in Memmingen einen Halt eingelegt. Dabei begeben sich alljährlich im Sommer Menschen aus ganz Deutsch­land, die im Fairen Handel und im Bereich „Globales Lernen“ engagiert sind, mit dem Fahrrad auf Tour.

Um ihr Ziel, die Idee des Fairen Handels mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen und in einen Erfahrungsaustausch zu treten, verteilen sie Flyer und sprechen auf ihrer Tour mit Bürgermeistern und Stadträten. Es ist bereits die 13. “Tour de Fair” von Aktiven aus dem Fairen Handel. Die Radtour führt vom 28. Juli bis zum 3. August von Füssen aus durch den Pfaffenwinkel und das Allgäu bis nach Sonthofen.

Nun hielten sie auch in Memmingen und wurden von Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger begrüßt. Memmingens Stadtoberhaupt ist übrigens Schirmherr des fairen “Memminger Kaffees”, den es im örtlichen Weltladen zu kaufen gibt.

Der Faire Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz, gegenseitiger Wertschätzung und Respekt beruht. Weltläden unterstützen diese Form des Handels und stellen gleichzeitig zahlreiche Informations‐ und Bildungsangebote zum alltäglichen Konsum und zum Fairen Handel zur Verfügung.

 

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„Sommernachtszauber“ im Memminger Stadtpark abgesagt

abgesagt2Memmingen (dl). Aufgrund der unsicheren Wetterlage haben die LGS-Freunde den für Samstag, 2. August, in Memminger Stadtpark geplanten „Sommernachtszauber“ abgesagt.

Das Gewitterrisiko liegt für den Abend laut letzten Prognosen bei 50 Prozent, so dass die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen nicht durchgeführt werden kann. Einen Ersatztermin gibt es nicht. Die LGS-Freunde bitten für die Entscheidung um Verständnis.

 

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Erster Fischerkönig der Stadtverwaltung – Gerhard I., „der Eiskratzer“ im Rathaus empfangen

Gerhard I., „der Eiskratzer“ ist der erste Fischerkönig der Stadtverwaltung. Bei dem ehrenden Empfang erhält Gerhard Müller (links) eine Flasche Sekt von Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger überreicht. Foto: Birk/Pressestelle Stadt Memmingen

Gerhard I., „der Eiskratzer“, ist der erste Fischerkönig aus der Stadtverwaltung. Bei dem ehrenden Empfang erhält Gerhard Müller (links) eine Flasche Sekt von Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger überreicht. Foto: Birk/Pressestelle Stadt Memmingen

Memmingen (dl). Zum ersten Mal kommt der Fischerkönig aus den Reihen der Stadtverwaltung. Gerhard Müller arbeitet als technischer Angestellter im Hochbauamt der Stadt Memmingen. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger empfing den neuen Fischerkönig im Kreise seiner Kolleginnen und Kollegen im Rathaus.

„Das haben wir ja noch nie gehabt“, begrüßte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger den neu gekrönten Fischerkönig Gerhard I., „der Eiskratzer“, zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen im Rathaus. Dr. Holzinger spielte darauf an, dass in seiner Amtszeit als Oberbürgermeister noch nie ein Fischerkönig aus den Reihen der Verwaltung kam.

Müller schilderte dem Oberbürgermeister und seinen Kollegen, wie er den schwersten Fisch fing: „Zuerst habe ich drei Fische aus dem Bach geholt, die Königsforelle war der vierte Fisch. Danach fing ich noch eine und dann hat man gemeint, es wäre gut, jetzt zur Waage zu gehen.”

Lob für “nachhaltige ‘Arbeit’ im Bach”

„Ich bewundere Sie für ihre nachhaltige ‘Arbeit’ im Bach“, so Dr. Holzinger. Ausdauer lohne sich also durchaus beim Fischen.

Es sei ein einzigartiges Gefühl, von der Stadtgarde in die voll besetzte Stadionhalle getragen zu werden, berichtete Müller. Zuvor habe er jedoch beim Warten auf den Anruf ganz schön „Nervenflattern“ gehabt, gestand der neue Regent.

Gerhard I, mit „bürgerlichem Namen“ Gerhard Müller, arbeitet seit August 2008 als technischer Angestellter im Hochbauamt der Stadt Memmingen. Der zweifache Familienvater war zunächst in der freien Wirtschaft als Maurer tätig, bevor er sich an der Fachschule für Bautechnik in München zum Maurermeister und Bautechniker fortbildete.

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“Wir haben gezeigt, dass der Bedarf da ist!“ – Zukunft des Kaminwerks weiterhin ungewiss

Die Betreiber des Kaminwerks Rainer Schneider, Matthias Ressler und Thomas Kästle Vortand Kaminwerk Rainer Schneider, Matthais Ressler, Thomas Kästler

Eigentlich wollten die Betreiber des Kaminwerks Rainer Schneider, Matthias Ressler und Thomas Kästle (v.links) die Presse über den Beschluss des Memminger Stadtrates informieren, doch dieser wurde auf den Herbst vertagt. Thomas Kästle glaubt indes nicht mehr an ein “Happy End” und verabschiedet sich aus dem Vorstand. Foto: Sonnleitner

Memmingen (as). Die Zukunft des Kaminwerks ist weiterhin ungewiss. Der Stadtrat wollte in seiner jüngsten Sitzung keine Entscheidung treffen, es seien noch zu viele Fragen offen. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger hat versprochen, nach der Sommerpause im Herbst eine Lösung zur Finanzierung vorzulegen – errechnet wurde ein benötigter Mehrzuschuss von 168.000 Euro. Vorstand Thomas Kästle verkündete indes seinen Rückzug, weil er den hohen ehrenamtlichen Einsatz nicht mehr leisten könne. 

„Wir tun das alles nur, weil wir die Väter dieses Projektes sind“, erklärt der Mitgründer Rainer Schneider. Den Kinderschuhen ist das Kaminwerk längst entwachsen. Knapp zehn Jahre alt, hat es sich zu einem mittelständischen Betrieb mit entsprechendem Verwaltungsaufwand entwickelt. Und mit etwa 120 Veranstaltungen und 40.000 Besucher zur „meist frequentierten Kultureinrichtung der Stadt“, so Matthias Ressler, 1. Vorsitzender des Vereins Kulturzentrum Memmingen.

„Wir machen hier bis zur Selbstausbeutung Kultur“

Dennoch müsse der größte Teil der Arbeit nach wie vor ehrenamtlich geleistet werden. Und dazu sind die Gründer nicht mehr bereit: „Wir machen hier bis zur Selbstausbeutung Kultur“, kritisierte Ressler, „müssen aber allmählich an unsere Rente denken.“ Und für Neueinstellungen ohne den „Idealismusfaktor“ fehlt das Budget:

„Mit Thomas verlieren wir einen der versiertesten Kulturmanager der Stadt“, bedauert Ressler. „Ich werde zu den bisherigen Konditionen auf dem Arbeitsmarkt keinen Ersatz für Thomas finden.“

Süddeutsche Kulturzentren erhielten durchschnittlich 680.000 Euro Programmzuschuss im Jahr, das Kaminwerk lediglich 70.000 Euro, rechnet Ressler vor. Was die personelle Ausstattung betrifft, landete das Kaminwerk mit 1,5 Festangestellten im Vergleich zu anderen Betrieben dieser Größenordnung mit durchschnittlich 11,5 angestellt Beschäftigten deutschlandweit auf dem vorletzten Platz.

Benötigter Mehrzuschuss auf 168.000 Euro beziffert

Vor knapp einem Jahr wandte sich der Vorstand an den Stadtrat. Ein Arbeitskreis Kaminwerk wurde schließlich gegründet. Begleitet vom Mittelstandsinstitut in Kempten entstand ein Gutachten, das den benötigten Mehrzuschuss auf 168.000 Euro bezifferte. Insgesamt würde der Programmzuschuss also 238.000 Euro betragen. Die Kommune würde dann knapp 50 Prozent der Kosten abdecken - wenig im Vergleich, denn bundesweit lägen die Zuschüsse für soziokulturelle Zentren bei 80 Prozent, erläutert Ressler.

„Es geht nicht um uns und unsere Versorgung, sondern darum, Planungssicherheit zu schaffen und die Zukunft des Kaminwerks zu sichern”, betonen alle drei Vorstände. “Wir haben gezeigt, dass der Bedarf da ist!“. Schneider spricht außerdem von einem Generationswechsel, der “sinnvoll vollzogen” werden müsse.

“Es liegt nicht an unserer Gesprächsbereitschaft”

Die Karten liegen offen auf dem Tisch. Dennoch war der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung nicht imstande, eine Entscheidung über das Schicksal des Kaminwerkes zu treffen. Man brauche mehr Zeit, hieß es, es seien noch zu viele Fragen offen. “Es liegt nicht an unserer Gesprächsbereitschaft, aber es kam einfach nichts, auch kein Fragen“, so Kästle.

„Einige der Stadträte nehmen die Art der Kultur, die wir hier betreiben, nicht ernst“, meint Schneider, „aber wir haben die gleichen Vorschriften und Auflagen wie bürgerlichere Kulturbetriebe.“ Und das Gastgewerbe in Memmingen profitiere durchaus vom Kaminwerk, so buche man im Jahr ca. 400 Hotelzimmer für die Künstler.

Ressler ist nach wie vor optimistisch: „Wir müssen der Stadt noch etwas Zeit geben. Der Stadtrat wird das Kaminwerk nicht sterben lassen.“ Bis 31. Dezember 2014 will er das Werk auf jeden Fall weiter führen. „Das Programm wird etwas reduziert, Beliebtes bleibt aber erhalten“, kündigte Ressler an.

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