Ein bezauberndes Paar: Thommy Ten und Amélie faszinierten die Meilen-Besucher mit mentaler Magie

Thommy Ten

Thommy Ten und Amélie mit der Zuschauerin Annelies. Sie durfte dem gläsernen Kasten Fakten und Antworten entlocken, die auf rätselhaften Wegen dort hineingelangt sind. Fotos: Sonnleitner

Memmingen (as). Thommy Ten und Amélie van Tass sind ein im wahrsten Wortsinne bezauberndes Paar. Nach ihren Shows in Las Vegas und im Magic Castle Hollywood touren die beiden mit ihrer Show „Einfach zauberhaft“ durch die Lande und machten auch auf der Memminger Meile Station. Trotz drückender Schwüle war der magische Abend im Zirkuszelt auf der Grimmelschanze ausverkauft.

„Magie entsteht nicht durch Gegenstände, sondern zwischen Menschen“, erklärt Thommy Ten dem aufmerksam lauschenden Publikum das Prinzip der mentalen Magie. Und es sind keine einsamen Taschenspielertricks, die er und seine bezaubernde Partnerin Amélie in sicherem Abstand vom Publikum performen, nein, die Zuschauer werden vielmehr direkt einbezogen, ja, sie sind auf der Bühne und auf den Rängen unmittelbar an der Zauberei der Gedankenkünstler beteiligt oder erfahren sie gar am eigenen Leib wie Gabi aus dem Publikum:

Denn nicht nur Gedanken werden auf rätselhafte Art und Weise durch den Raum übertragen, sondern auch Empfindungen. So spürt Gabi, wo Amélie den Andi, einen am anderen Bühnenende sitzenden Zuschauer, mit einer Feder berührt. Vorher hat sie bereits den Begriff „erraten“, den Andi lautlos aus einer Tüte mit Wortkarten gezogen hatte.

Saure Noten und süßer Schein

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Als (erfrischende) Zugabe lässt Thommy Ten Schneeflocken rieseln.

„Wie geht das?“ – die Fragezeichen stehen den Zuschauern ins Gesicht geschrieben. Wie gelangt der im Vorfeld von ihr markierte 100-Euro-Note der Zuschauerin Beate plötzlich in eine Zitrone? Neben sauren Noten gbt es auch den süßen Schein: Die Anzahl der Küsse, die Amélie und er sich gegeben hätten, entspräche der Zahl von Jelly Beans in einem Einmachglas, erklärt Thommy. Die Zuschauer sollen die exakte Zahl erraten – und siehe da: Genau diese Zahl findet sich auf dem Zettel wieder, der zwischen den bunten Beans im Einmachglas steckt.

Eine veritable Schlüsselfunktion kommt Zuschauerin Annelies zu: Sie schließt die Glasbox auf, die hoch über den Köpfen der Zuschauer am Bühnenrand an der Decke befestigt ist. Auf einem Zettel findet sie die genaue Anzahl der männlichen und weiblichen Zuschauer im Zelt – auch die Antworten, die einzelne Zuschauer auf Fragen nach ihrer Lieblingsautomarke oder ihrem Haustier gegeben hatten, sind verzeichnet – ja, sogar Annelies eigener Name!

Amélie van Tass‘ Spezialität ist das Gedankenlesen. Sie ahnt, wie der Mensch vor ihr tickt und was er tun wird, in welcher Hand er z.B einen kleinen Gegenstand versteckt oder an welche Zahl er denkt. Mit dem Rücken zum Publikum errät sie Gegenstände, die Thommy Ten aus den Handtaschen der Damen in den Stuhlreihen fischt. Unglaublich: Sie „liest“ das Ablaufdatum auf einer Tablettenschachtel vor.

„Ohne Knöpfe im Ohr und Antennen im Haar“

Amélie weiß, wann Timm aus dem Publikum Geburtstag hat und auch, wie viele Zigaretten noch in einer Malboro-Schachtel sind, die sie nie gesehen hat. Die Krönung: Thommy zieht an einer Zigarette und seine einige Meter weit entfernt sitzende Partnerin atmet den Rauch aus. Und das alles, wie Thommy Ten betont,  „ohne Knöpfe im Ohr und Antennen im Haar“ oder sonstige – zumindest erkennbare – Hilfsmittel.

Eine wahrhaft faszinierende Show, deren Zauber auch die drückende Hitze im Zelt nichts anhaben konnte. Natürlich nahmen Thommy Ten und Amélie ihre magischen Geheimnisse wieder mit und so rätselten wohl noch einige der 367 Zuschauern auf dem Nachhauseweg weiter: „Wie geht das?“.

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„Gefahrenquellen vermeiden!“ – Ein Gespräch mit Jürgen Bonnemann von der DLRG Memmingen/Unterallgäu

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Schwimmen macht Spaß, finden diese vier Mädchen die vor Jahren erste Schwimmkurse bei der DLRG absolvierten. Zwei von ihnen sind mittlerweile im Jugend-Einsatz-Team aktiv. Foto: privat

Memmingen (as). Das Schuljahr geht zu Ende, der Urlaub steht vor der Tür. Höchste Zeit, sich über die Wassersicherheit, vor allem der Kleinen, Gedanken zu machen. Die Lokale sprach mit Jürgen Bonnemann von der DLRG Memmingen/Unterallgäu.

Herr Bornemann, in unserem Gespräch zur Badesaison 2014 mahnten Sie die oft unzureichende Schwimmfähigkeit von Kindern an. Wie hat sich die Situation entwickelt?

Diesbezüglich hat sich nichts verbessert, zumal deutschlandweit viele Bäder schließen. Unsere Region ist davon zum Glück nicht betroffen. Doch sind die Wasserflächen auch hier vor Ort viel zu knapp bemessen. Unsere Bäder sind ja ganz gut. Nur zu klein.

Wie wirkt sich das auf das Lehrschwimmbecken aus?

Wir konnten unser Angebot zwar erweitern, doch die Wartezeit beträgt nach wie vor ein bis zwei Jahre – und die Eltern suchen händeringend.

Die CSU Memmingen hat angekündigt, den „Bäderkampf“ wieder aufzunehmen. Ist das ein Hoffnungsschimmer?

Nicht unbedingt, denn die Entwürfe des geplanten kombinierten Hallen-und Freibades haben gezeigt, dass auch hier die Wasserflächen knapp konzipiert waren.

Ist es nicht möglich, den Sommer für Schwimmlernkurse im Freibad zu nutzen?

Nein, denn die Wassertemperatur ist für die Kinder, die sich langsam ans Wasser gewöhnen sollen, zu niedrig. Sie würden zu schnell auskühlen.

Was raten Sie den Eltern für die Sommersaison?

Das wichtigste ist, sich der Gefahr bewusst zu sein und z.B. Gartenteiche sicher abzudecken. Am Badesee sollten Sie die Kleinen beim Spielen am Ufer unbedingt beaufsichtigen. Unsere hiesigen Baggerseen fallen am Ufer stark ab – verlassen Sie sich nicht auf Hilfsmittel wie Schwimmtiere, -reifen oder –flügel!

Bayern ist schon seit Jahren trauriges Schlusslicht in der Statistik der Badetoten. Woran liegt das?

Ja, 79 der deutschlandweit 392 Menschen, sind 2014 in Bayern ertrunken. Hier gibt es eben überall unbewachte Baggerlöcher, wo man reinspringen kann. Knapp 80 Prozent der Badeopfer ertranken übrigens in Binnengewässern.

Die Meeresstrände an der Nord- und Ostsee sind also sicherer?

Ja, an den bewachten Stränden konnte allein die DLRG im letzten Jahr 773 Menschen retten. Bei Dieser Gelegenheit möchte ich auf unsere neue, prämierte App für die Nord- und Ostseestrände hinweisen. Hier werden den Urlaubern Badewarnungen sofort angezeigt.

Weitere Infos zur Wassersicherheit wie z.B. die Baderegeln und Anmeldungen unter www.memmingen.dlrg.de


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Integration und kulturelle Vielfalt – 2. Stammtisch der FDP Memmingen

Stammtisch

Beim 2.  Stammtisch der Freien Demokraten ging es um die Situation der Ausländer in Memmingen. Foto: privat

Memmingen (dl/as). Am 24. Juni fand der 2. Stammtisch der Freien Demokraten Memmingen im Weinhaus „Zum Goldenen Löwen“ am Schrannenplatz statt. Als Gäste begrüßte Kreisvorsitzende Heike A. Schalk Comm. Antonino Tortorici, Vorsitzender des Ausländerbeirates der Stadt Memmingen, sowie Senem Kaya und Mesut Gökce vom Alevitischen Kulturverein Memmingen.

Tortorici gab zunächst einen Überblick über Historie und Wirken des Gremiums. Er lobtedas große Verdienst von Gertraude Woller, die im Jahre 1975 die Gründung initiierte und den Beirat zu dem machte, was er heute noch ist.  Der Beirat besteht aus 40 Personen – 20 Stimmberechtigten der einzelnen Ausländergruppen proportional zu ihrer Größe sowie 20 weiteren beratenden Personen, u.a. einer aus jeder Stadtratsfraktion. Er wird für jeweils vier Jahre gewählt. Aufgabe des Beirates ist es, sowohl für den Fortbestand der Kulturen als auch im Sinne der Integration zu wirken. Der Memminger Ausländerbeirat macht immer wieder mit Spenden auf sich aufmerksam, wie z.B. für die türkische Partnerstadt Karatas.

In Memmingen leben derzeit ca. 4.500 Ausländer ohne deutschen Pass. Die größte Gruppe stellen die Türken. Der Ausländerbeirat kümmert sich hauptsächlich um die speziellen Probleme dieser Mitbürger und versteht sich als Vermittler zwischen ihnen und den städtischen Behörden. Eine der schwierigsten Aufgaben von Anfang an war und ist auch heute noch die Beschaffung von Wohnraum für die ausländischen Familien. Ein weiterer Schwerpunkt des Gremiums ist die Bereitstellung von Nachhilfeunterricht für die Kinder der Migranten und die Organisation von Sprachkursen.

Im Anschluss an die Ausführungen Tortoricis gaben Senem Kaya und Mesut Gökce einen Einblick in das Leben und die Religion der Alevitischen Glaubensgemeinschaft:

Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung fühlen sich viele Aleviten, obwohl größtenteils aus der Türkei stämmig, nicht zur islamischen Religionsgemeinschaft gehörig. Ihre „Religion“ sei größtenteils mündlich überliefert und bestehe grundsätzlich in der Achtung des Mitmenschen und der Natur. Kaya und Gökce erklärten, dass die Aleviten keine Moscheen besuchten, um ihren Glauben zu leben, sie träfen sich vielmehr in speziellen Häusern, wo sie mit Tanz und Liedern ihrer Vorfahren ihre Religion ausüben (Cem). Es bestehe absolute Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern und Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Das Alevitentum sei ein äußerst friedliebender Glaube, basierend auf Nächstenliebe, Geduld, Bescheidenheit und anderen guten Werten. In der Türkei würden die Alevten bis heute stark verfolgt, auch andernorts gäbe es das eine oder andere Problem im Zusammenleben mit islamischen Gruppen.

Am Ende eines sehr informativen Abends versprach die Kreisvorsitzende Heike Schalk im Namen der Freien Demokraten Memmingen, auch in Zukunft ein offenes Ohr für die Anliegen der ausländischen Mitbürger zu haben.

Die nächste Veranstaltung der Freien Demokraten Memmingen findet als Liberales Forum am 23. Juli im „Weinkuhlt“ auf Gut Westerhart statt.

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Städtische Sing- und Musikschule: „So viele Teilnehmer hatten wir noch nie!“

Die Schülerinnen und Schüler der Städtischen Sing- und Musikschule wurden im Rahmen eines Empfangs im Rathaus  von Otfried Richter (links), Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und Musikschulreferent Christoph Heuss (rechts) ausgezeichnet. (Fotos: Wehr/Pressestelle der Stadt)

Die Schülerinnen und Schüler der Städtischen Sing- und Musikschule wurden im Rahmen eines Empfangs im Rathaus von Otfried Richter (links), Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und Musikschulreferent Christoph Heuss (rechts) ausgezeichnet. Foto:  Sonnleitner

Memmingen (dl).  Sie lernen Flöte, Klavier, Trompete, Tenorhorn, Gitarre, Oboe, Saxophon oder auch Schlagzeug, und sie spielen ihr Instrument besonders gut: Rund 50 Schülerinnen und Schüler der Städtischen Sing- und Musikschule haben erfolgreich an der „Freiwilligen Leistungsprüfung“ teilgenommen und wurden nun im Rathaus von Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger beglückwünscht.

„Heuer hatten wir so viele Teilnehmer wie noch nie“, erklärte Musikschulleiter Otfried Richter erfreut. „Ihr wart alle sehr gut“, lobte er die jungen Musikerinnen und Musiker. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger machte den Kindern und Jugendlichen Mut, ihren Weg mit der Musik weiterzugehen und dankte auch den Eltern, dass sie den Musikschulbesuch ihres Kindes ermöglichen. Gemeinsam mit Richter und Musikschulreferent im Stadtrat, Christoph Heuss, überreichte der Oberbürgermeister Urkunden, Aufkleber, Anstecknadeln und ein kleines Geschenk der Stadt.

Der Prüfungskanon für die „Freiwillige Leistungsprüfung“ wurde vom Verband der Bayerischen Sing- und Musikschulen erarbeitet und sieht mehrere Leistungsstufen vor. Die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesem Jahr sind in den Stufen Junior 1 und 2 sowie in den Stufen D1 und D2 angetreten. Bei den Junioren besteht die Prüfung aus einem Vorspiel auf ihrem Instrument. Ab der Prüfung D1 kommt zum Vorspiel von fünf erarbeiteten Stücken auch eine schriftliche Prüfung in Musiktheorie hinzu.

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„Der Westen feiert“: Stadtteilfest für Jung und Alt am 4. Juli

Stadtteilfest WestMemmingen (dl). Die Stadt Memmingen und das Projektbüro Soziale Stadt laden am  Samstag, 4. Juli, zum Stadtteilfest „Der Westen feiert“  in der Machnigstraße ein. 

Geboten wird ein buntes Bühnenprogramm, kulinarische Köstlichkeiten  aus der internationalen Küche sowie Kaffee und Kuchen, Waffeln, eine Feuershow, einen Flohmarkt und verschiedene Kinderspielangebote wie Hüpfburg und Kinderschminken. Als Schirmherr der Veranstaltung wird Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger das Stadtteilfest besuchen und ein Grußwort sprechen.

 

Programm:

15.00 Uhr        Beginn des Festes: Kinderchor der Theodor-Heuss-Schule, anschließend offizieller Auftakt mit den Quartiersmanagerinnen Katrina Dibah-Lavorante und Isabel Schötta; Begrüßung durch den Arbeitskreis „Bürger für Bürger – Lebendiger Westen“.

Danach Kindertanz der „AG Tanz“ der Theodor-Heuss-Schule + Kinderchor der Theodor-Heuss-Schule

15.30 Uhr        Folkloretanzgruppe des Alevitischen Kulturvereins Memmingen e. V.

16.00 Uhr        Trommelgruppe „Bajwamback“

16.45 Uhr        Tanztheater „Orchidee“

17.15 Uhr        Traditioneller vietnamesischer Tanz

17.45 Uhr        Orientalischer Tanz

Zwischendurch: Siegerehrung Torwandschießen/ Basketball/ Stadtteilquiz

18.30 Uhr        „Zumba-Fitness“ zum Mittanzen

19.00 Uhr        Breakdancer des Jugendtreffs „Splash“

21.30 Uhr        Feuershow: „Die Zündler“ des TV Memmingen

Bei schlechtem Wetter fällt das Fest aus.

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